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Warum Stuart Samson kein Fondue mehr isst...

Der Blog-Beitrag mit dem Interview mit Stuart Samson, unserem Director of the Massed Pipes and Drums war ein grosser Erfolg. Deshalb haben wir drei Personen, die schon mehrmals mit Stuart zusammen gearbeitet haben, über ihn befragt.

Pipe Major Ian Hughes, Pipes & Drums of the Royal Air Force
Ich kenne Stuart nun schon über 20 Jahre. Er ist ein grossartiger und höflicher Mensch, ich arbeite gerne mit ihm zusammen. Stuart hat die Fähigkeit, auch in den hektischsten Moment Ruhe zu bewahren. Das hilft extrem, wenn er so grosse Gruppen wie die Massed Pipes and Drums an einem Tattoo instruieren muss. Ich habe noch nie erlebt, dass er seine Nerven verliert. Deshalb ist es sehr angenehm, mit ihm zusammen zu arbeiten.  Ich finde, das Basel Tattoo hat grosses Glück, von Stuart unterstützt zu werden, denn man findet nicht oft einen derart freundlichen, ruhigen und professionellen Mensch, der zudem noch hoch talentiert ist. Er hat ein unglaubliches Gespür für Musik.

Mein schönster Stuart-Moment:
Als Stuart im 2008 am Basel Tattoo das Wolfstone Medley für die Highland Tänzerinnen gespielt hat. Jeden Abend trug er das extrem schwierige Stück perfekt vor. Es war als würde man eine CD laufen lassen, so tadellos und hochstehend hat er es gespielt.

Drum Major Jim Clark, Queen Victoria School Pipe Band & Assistant to Stuart for the Drumming at the Basel Tattoo
Ich lernte Stuart in den 90er Jahren kennen. In meiner Armee-Karriere spielte er eine grosse Rolle, denn er war zuerst mein Pipe Major und anschliessend der Director of Army Bagpipe Music. So waren wir oft zusammen auf Tour und konnten dadurch eine enge Beziehung aufbauen. Durch seine steile Karriere ist er sich schon seit langem gewohnt, mit grossen Gruppen zu arbeiten. Diese Erfahrungen lässt er natürlich als Director of the Massed Pipes and Drums am Basel Tattoo einfliessen.  In meinen Augen ist er der beste, professionellste und talentierteste Director of Massed Pipes and Drums, den je ein Tattoo gesehen hat.

Meine lustigste Stuart-Anekdote:
Stuart ist schon seit Jahrzehnten glücklich verheiratet. Letztes Jahr waren wir gemeinsam am Basel Tattoo und seine Frau, Wanda, konnte die erste Woche noch nicht dabei sein. Da sagte mir Stuart: „Ich vermisse meine Wanda.“ Ich war äusserst gerührt von dieser Aussage und sagte ihm, dass er sie ja bald wieder sehen werden. Er antwortete darauf: „Das ist es nicht. Jetzt wo sie nicht da ist, muss ich jeden Tag früh aufstehen, um meine Uniform zu bügeln!“

Erik Julliard, Produzent des Basel Tattoo
Für mich ist Stuart eine tolle Persönlichkeit, die wunderbar mit Menschen umgehen kann. Ich habe ihn im Jahr 2003 am Royal Edinburgh Military Tattoo kennen gelernt. Ich war damals aktives Mitglied beim Top Secret Drum Corps und er war der Director of the Massed Pipes and Drums. Ich war beeindruckt von seinem Talent als Piper und seiner professionellen Art als Director. Am ersten Basel Tattoo im 2006 habe ich schnell gemerkt, dass wir für die Pipes & Drums einen Profi brauchen. Ich habe Stuart daraufhin angefragt und glücklicherweise war es gerade die Zeit, als er in Pension ging. Er hat sich sofort bereit erklärt und macht das am Basel Tattoo 2016 nun zum zehnten Mal in Folge.

Stuart und die Fondue-Geschichte:
Als Stuart zum ersten Mal nach Basel kam, lud ich ihn zum Fondue-Essen ein. Wir waren eine grosse Gruppe und es war eine lustige Stimmung. Wir mussten Stuart natürlich erklären, wie man Fondue isst, weil er dieses Gericht vorher noch nicht gekannt hatte. Deshalb erlaubten wir uns einen kleinen Scherz und erzählten ihm, dass er jedes Stück Brot zuerst in Kirsch tauchen muss. Stuart kann sich nicht mehr so gut an den Schluss des Abends erinnern. Seither weigert er sich strikt, noch einmal Fondue zu essen.

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