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"Da läuft es mir kalt den Rücken hinunter!"

Corinne Stohler, Administration Assistant, erzählt in unserer neuen Rubrik "Basel Tattoo Mitarbeiter melden sich zu Wort" von ihrem Arbeitsalltag.

In der oft schnelllebigen Zeit tut es gut zurückzublicken, was ich erlebt habe und was mich geprägt hat. 

Ich durfte im letzten Jahr zum fünften Mal hautnah am Basel Tattoo dabei sein und mitarbeiten, bin dadurch um viele tolle Erlebnisse reicher geworden. Ich feierte quasi still und friedlich mein eigenes kleines Jubiläum.

Mein Berufsalltag setzt sich aus verschiedenen interessanten Aufgaben zusammen wie zum Beispiel das Tagesgeschäft, Dienstleistungen für alle Abteilungen und diverse Korrespondenz. Einen grossen Teil meiner Tätigkeit ist neu das Helfermanagement, das heisst das Verwalten und Pflegen der Daten, die Erfassung der Helferanmeldungen und die Kommunikation mit den rund fünfhundert Helfern, ohne die unsere Veranstaltung nicht stattfinden könnte. Während dem Basel Tattoo führe ich den Helpdesk im kleinen Holzchalet neben der Arena.

Um noch einmal auf die Erlebnisse zurückzukommen, möchte ich hier drei von wirklich vielen ganz besonders hervorheben: 

Ich schmunzelte beim Lauschen einer Formation vom anderen Ende der Welt, wie sie während den Probetagen das Lied „Z Basel an mym Rhy“ lernten und es dann Abend für Abend mit Stolz zum Besten gaben, ohne zu verstehen, was sie überhaupt sangen.

Ich durfte einen Mitwirkenden aus Australien zum Arzt begleiten und ihn zurück ins Hotel bringen. Die Konversation mit meinen Englischkenntnissen hat funktioniert und ich denke, wir haben uns auch ohne viele Worte gut verstanden, als ich ihm erklärte, wo wir hinfahren und wie er nun die Medikamente einnehmen und sich zur Ruhe begeben soll für eine rasche Erholung. 

Ein Höhepunkt ist jedoch das immer wiederkehrende Gefühl „es-läuft-mir-kalt-den-Rücken-hinunter“, wenn ich die einmarschierenden Massed Pipes and Drums zu hören und sehen bekomme. Ich kann nicht beschreiben, was ich da fühle, aber es ist ganz speziell, was die Töne in der Masse in mir auslösen. Am liebsten nehme ich mir dann eine kurze Auszeit und geniesse den emotionalen Moment irgendwo ganz für mich alleine. 

Die Arbeitstätigkeit bei der Basel Tattoo Productions GmbH gefällt mir sehr gut, weil es abwechslungsreich, zum Teil nicht voraussehbar ist und mit Präzision und Musik zu tun hat. Auch wenn ich (nur) eine aktive Passiv-Fasnächtlerin bin, seit meiner Schulabschlusszeit kein Musikinstrument mehr spiele und aus einer total anderen Branche (Zahnmedizin) komme, fühle ich mich in dieser Welt des Tattoos wohl und die Arbeit erfüllt mich stets von Neuem.

Ich freue mich sehr auf meine bevorstehenden Ferien, werde danach in Erinnerungen schwelgen, mich auf das kommende Basel Tattoo freuen und hoffen, dass ich dem einen oder anderen noch ein Basel Tattoo Ticket verkaufen kann. 

In der nächsten Ausgabe wird Euch Dani Uhlmann aus seinem Alltag erzählen, ich freue mich darauf.

Herzlich, Corinne

 

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