Das grosse Openair Spektakel   |   EN   FR

Stolzer Produzent trifft stolze Italiener

Einblick ins Arbeitsleben von Erik Julliard, dem Produzenten des Basel Tattoo. Auch der Chef persönlich bringt einen Bericht in der Rubrik "Mitarbeiter melden sich zu Wort". 

Wow. Was für ein Start in den Tag. Nach nur ein paar wenigen Stunden Schlaf weckt mich um 04:00 Uhr der Wecker mit einem Heavy Metal-Song. Innert Sekunden wird mir klar, dass heute ja mein Besuch in Rom ansteht und ich spätestens in 90 Minuten am Flughafen sein muss.

Vor dem Abflug, nachdem in diesen frühen, unruhigen Morgen endlich etwas Ruhe einkehrt, muss ich trotzdem schmunzeln: Jetzt freue ich mich doch sehr auf die Vorführungen und die Besprechungen mit dem Reggimento Corazierri in Rom. Mal sehen was da so kommt!

Wenige Stunden Schlaf
müssen reichen.

Nach einem extrem kurzen Flug, wahrscheinlich weil ich sofort eingenickt bin, komme ich dann bei wunderbaren 26 Grad in Rom an. In Empfang genommen werde ich von Major Luca Tramontano und bei seinem Anblick fällt mir wieder ein, dass die Corazzieri ja alle mindestens 1.90 m gross sein müssen. Stolz trägt er seinen Pin...

Nach einer rasanten Fahrt durch die Stadt, biegen wir dann plötzlich und inmitten der Altstadt in einen Hinterhof ein. Wow, ich sehe bereits durch das Fenster, dass sich das ganze Reggimento Corazzieri für mich aufgestellt hat. Was für eine Ehre! In der prallen Sonne stehen alle zusammen in Formation bereit. Der Chef Colonel Alessandro Casarsa streckt mir die Hand entgegen und begrüsst mich herzlich. Auf Englisch, aber mit wunderbarem italienischem Akzent, erklärt er mir was sie in Basel gerne präsentieren wollen. Nicht nur er selbst, nein die ganze Truppe ist mächtig stolz. Rund eine Viertelstunde lang begutachte ich die Truppe, mache Fotos und bespreche mit einzelnen Mitgliedern ein paar Details. Wie ich meinen Job doch liebe!

Anschliessend wird die Truppe entlassen und ich werde in die Stallungen geführt. Dort habe ich die Möglichkeit zu sehen, wie die Corazzieri im Hintergrund arbeiten. Klarer Höhepunkt der Backstage Führung ist die Kantine, in der mir natürlich auch ein Aperitif angeboten wird. Besonders cool ist, dass man Weisswein, Rotwein, aber auch Prosecco selber aus einem Hahn zapfen kann.

Nach einem grossartigen italienischen Mittagessen in der Kaserne habe ich am Nachmittag Zeit, die Stadt ein wenig zu erkunden. Am Abend treffe ich dann wieder die Verantwortlichen der Gruppe und Fabio Tassinari, der musikalische Leiter der berittenen Garde der Carabinieri. Fabio Tassignari kenne ich bereits und es hat sich in den letzten Jahren eine tolle Freundschaft entwickelt. So erleben wir gemeinsam einen lustigen und schönen Abend ganz nach dem Motto „dolce far niente“.

Es entstehen
tolle Freundschaften.

Nach dem Abendessen werde ich dann in eine andere Kaserne gebracht, wo ich in einem einzelnen Offizierszimmer einquartiert werde. Ziemlich erschöpft von diesem anstrengenden Tag aber sehr stolz, dass ich Produzent des Basel Tattoo sein darf, schlafe ich ein. In meinen Träumen reise ich bereits weiter, treffe exotische Bands und schmiede Pläne, wie ich all meine Ideen in die nächsten Basel Tattoo Ausgaben einbauen kann.

Für den nächsten Newsletter nominiere ich Claudine Rohner aus dem Finanzteam, die diesen Sommer ihr erstes Basel Tattoo erleben wird. 

 

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