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Im Gespräch mit einem Fasnachts-Tattooler…

Ein Rückblick auf den Morgestraich am Basel Tattoo 2010. 

Kurz vor dem diesjährigen Morgestraich, dem Beginn der Basler Fasnacht, haben wir uns mit Eric Brodbeck unterhalten. Eric ist Zugchef bei den Vereinigten Kleinbasler (VKB) und war am Basel Tattoo 2010 einer von vielen begeisterten Mitwirkenden beim Historischen Akt ‚Morgestraich‘. Zwölf Cliquen mit 240 Fasnächtlern haben damals gemeinsam den Brauchtum Basler Fasnacht in einem emotionalen Rahmen dem Basel Tattoo Publikum in der Arena präsentiert und dabei für Gänsehautstimmung gesorgt.

 

Basel Tattoo: Der Morgestraich steht vor der Tür. Was ist am „richtigen“ Morgestraich anders als am Tattoo-Morgestraich 2010?

Eric: Das Erlebnis am Tattoo war sehr toll, der echte Morgestraich lässt sich jedoch nicht simulieren oder nachspielen. Da kommen ganz viele Emotionen und die gesamte Stimmung zusammen. Monatelange Vorbereitungen und Vorfreude spitzen sich auf diesen einen Moment zu. Das Licht geht aus - für den Bruchteil einer Sekunde ist es mucksmäuschenstill und dann „bricht die Fasnacht aus". Das ist Gänsehaut pur und auch ganz schwierig in Worte zu fassen.

Morgestraich im Sommer: Wie war dieses Erlebnis?

Es war ein tolles Erlebnis. Es war richtig ‚dr Plausch‘ am Basel Tattoo mitmachen zu dürfen. Und trotz heissen Temperaturen lief es einem kalt den Rücken runter, als das Licht ausging und die Arena nur noch durch die Kopf- und Steckenlaternen beleuchtet war.

An was denkst du gerne zurück, wenn du ans Basel Tattoo 2010 denkst?

Die Auftritte selbstverständlich; das ist schon sehr speziell in dieser Arena mit all den Zuschauern. Dann aber vor allem die vielen Begegnungen mit den anderen Teilnehmern und die kollegiale und lockere (trotz der ganzen Ernsthaftigkeit) Atmosphäre.

Auf was freust du dich besonders an der Fasnacht?

Ganz speziell ist für mich als Zugchef jeweils der Monsterzug am Mittwochabend. Nach dem Nachtessen laufen wir mit der ganzen VKB vom Kleinbasel ins Grossbasel. Auf der Mittleren Brücke drehe ich mich dann jeweils um und sehe „meinen Zug"; 200 VKBler von den Binggis bis zu den Ältesten, vier Laternen und ganz das ganze Drum und Dran. Das ist schon sehr beeindruckend.

Was sind die Gemeinsamkeiten des Basel Tattoo mit der Fasnacht?

Die (Marsch-)Musik und die Kostüme. Und die immense Organisation und Vorbereitung, die das alles so locker und spontan aussehen lassen. Vor allem sind es zwei Super-Anlässe, die zu Basel gehören und ganz vielen Menschen Freude bereiten.

Basel Tattoo 2017: Bist du als Zuschauer dabei?

Am Tattoo bin ich regelmässig anzutreffen, sei es in der Street am Abend, an der Parade (da sind wir mit der VKB schon regelmässig mit dabei) oder wie letztes Jahr an unserem Verpflegungsstand. 2017 ist es wieder einmal an der Zeit, ein Ticket zu kaufen und das Basel Tattoo als Zuschauer zu geniessen.

Vielen Dank für deine Zeit!

 


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